Hintergrund

Fortschritte

Ruanda hat in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte im Bildungswesen erzielt. Die Schulpflicht wurde ausgebaut, die Einschulungsquote gehört zu den höchsten in Afrika und Bildung gilt als eine der wichtigsten Investitionen für die Zukunft des Landes. Gleichzeitig steht das Bildungssystem vor grossen Herausforderungen.

Junge Bevölkerung

Rund 40 Prozent der Bevölkerung sind jünger als 15 Jahre. Jedes Jahr strömen Hunderttausende Kinder in die Schulen. Nach Angaben des Ministry of Education fehlten 2022 rund 25’000 Klassenzimmer für etwa eine Million Kinder. Entsprechend unterrichten viele Lehrpersonen Klassen mit 30 bis 50 Schülerinnen und Schülern. Trotz grossem Engagement der Lehrpersonen und einer hohen Lernbereitschaft der Kinder erschweren grosse Klassen, begrenzte Ressourcen und eine einfache Infrastruktur eine individuelle Förderung.

RISE-kwigira.org
Florien Nsanganwimana
Pricipal of the college of Education
RISE-kwigira.org

Dazu gehören beispielsweise:

  • Entwicklungsstände besser erkennen und verstehen.
  • Unterricht an unterschiedliche Lernvoraussetzungen anpassen.
  • Einfache und lokal herstellbare Lernmaterialien einsetzen.
  • Kommunikation und Verhalten von Kindern besser verstehen und beeinflussen.
  • Eltern in den Förderprozess einbeziehen.
  • Inklusive Lernumgebungen schaffen, von denen alle Kinder profitieren.